
Liebe Leserin, lieber Leser,
»Es ist schlimm genug, dass man jetzt nichts mehr für sein ganzes Leben lernen kann. Unsere Vorfahren hielten sich an den Unterricht, den sie in ihrer Jugend empfangen; wir aber müssen jetzt alle fünf Jahre umlernen, wenn wir nicht ganz aus der Mode kommen wollen.«
Was Johann Wolfgang Goethe vor genau 200 Jahren für eine privilegierte höfische und bürgerliche Minderheit formuliert hat, ist heute für die meisten Menschen längst allgemeine Wirklichkeit; zumindest wissen wir, dass lebensbegleitendes Lernen und Bildung grundlegende und unverzichtbare ›Lebensmittel‹ sind, Mittel, um der Komplexität alltäglicher Existenz gewachsen zu sein und in ihr autonom zu bestehen. Und das gleich in zweifacher Hinsicht: einerseits, um den wachsenden und wechselnden beruflichen Anforderungen gerecht zu werden, andererseits, um an Verständigungen teilhaben zu können über das, was ist, warum es ist, und über das, was sein soll und sein kann. Berufliche Bezogenheit und Sinnverständigung im Sinne der kritischen Auseinandersetzung mit Welt, Gesellschaft, Kultur und dem eigenen Selbst sind die Achsen, an denen entlang das vorliegende Programm sich orientiert.
Lebensbegleitendes Lernen als Kompetenzerwerb und Sinnverständigung gewinnt in unserer Gesellschaft noch in weiterer Hinsicht an Bedeutung: Um Kompetenzen und Qualifikationen auch formal in Beruf, Aus und Weiterbildung einbringen zu können, entwickeln wir Konzepte, die eine Anschlussfähigkeit erworbener Kompetenzen in der Bildungsbiografie ermöglichen, etwa durch deren Anrechenbarkeit für weiterführende Abschlüsse an Hochschulen oder durch modulare Weiterbildung im Spektrum personaler Entwicklung und beruflicher Kompetenz.
Die Öffnung und Durchlässigkeit der Bildungssysteme steht zwar noch in den Sternen. Mit dem Modellprojekt ›offene Hochschule‹ hat das Land Niedersachsen allerdings die ersten Weichen zur Verzahnung von Erwachsenen- und Hochschulbildung gestellt. Daran werden wir uns auch in Zukunft nach Kräften beteiligen.
Wir laden Sie herzlich zur Teilnahme an unseren Seminaren, Kursen und Tagungen ein und begrüßen Sie gerne in unserem Bildungszentrum.
Für das gesamte Team
Dr. Jörg-C. Matzen
Leiter des Ev. Bildungszentrums Bad Bederkesa
Ev. Bildungszentrum
Bad Bederkesa –
Heimvolkshochschule
Alter Postweg 2
27624 Bad Bederkesa
Tel. 0 47 45 / 94 95-0
Fax 0 47 45 / 94 95-96
info@ev-bildungszentrum.de

